Archiv der Kategorie 'Antifa '

Zusammen Kämpfen!

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Kurt Goldstein verstorben

VVN-BDA.de

Kurt Goldstein verstorben
In tiefer Trauer müssen wir bekannt geben, dass am 24. September 2007 nach kurzer Krankheit Kurt Julius Goldstein, Ehrenvorsitzender der VVN-BdA und Ehrenvorsitzender des Internationalen Auschwitz-Komitees, Spanienkämpfer, Auschwitz- und Buchenwaldhäftling im Alter von 93 Jahren in Berlin verstorben ist.

Mit ihm verlieren wir und die internationale antifaschistische Bewegung eine der namhaftesten Leitfiguren des Widerstandes gegen den deutschen Faschismus, der bis zuletzt alles in seiner Macht stehende getan hat, an die Verbrechen des Hitler-Regimes zu erinnern und vor einem Wiederaufleben des Faschismus zu warnen.
Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Frau Margot und allen Familienangehörigen.

Goldstein kämpfte aktiv gegen das Nazi-Regime, im Spanienkrieg gegen die Franco-Diktatur und war in den Konzentrationslagern Auschwitz und Buchenwald interniert. Er habe bis zuletzt alles in seiner Macht stehende getan hat, um an die Verbrechen des Hitler-Regimes zu erinnern und vor einem Wiederaufleben des Faschismus zu warnen, hieß es in der Mitteilung.

„Ich hatte keine Lust, in eisiger Kälte an der Rampe zu stehen und mir von den Rednern, unter anderen den deutschen, anzuhören, wie gut sie doch alle mit der Vergangenheit umgehen. Ich finde das zum Kotzen.“

– Kurt Goldstein auf die Frage warum er dem 60. Gedenktag in Auschwitz fernblieb

In tiefer Anteilnahme, für einen der engagiertesten und aufrichtigsten Antifaschisten!

Magdeburger Antifaschisten konnten im Herbst 2006 Kurt Goldsteins Worten in der Fachhochschule Magdeburg-Stendal zuhören. Der Raum platzte aus allen Nähten und es war für alle eine große Erfahrung und eine Bestärkung im Kampf gegen Faschismus!

Werdet aktiv! Support your local Antifa! (Textauszug der Jugenantifa Harz)

„Werdet aktiv! Support your local Antifa!

Der Harz ist eine provinzielle Region. Für viele junge Linke und Menschen, welche sich über emanzipatorische und alternative Subkulturen identifizieren, bedeutet der Alltag Stress mit Nazis. In Anbetracht einer Gesellschaft, die Individuellem/Neuem oft ablehnend oder gar feindlich gegenübersteht, fühlen sich diese jungen Menschen allein und hilflos. Ihre Fragen lauten oft:
Wo setze ich an? Wo beginnt der effektive Widerstand? Was kann ich als einzelneR UnorganisierteR leisten, wenn ich fernab von antifaschistischen Gruppen wohne und keine Möglichkeit habe zur nächsten aktiven Gruppe zu pendeln?
Dabei gibt es durchaus vielfältige Möglichkeiten. Schließt euch mit euren FreundInnen zusammen, redet über Probleme, bildet Banden, werdet aktiv! JedeR kann an einer Veränderung teilhaben.
Ihr müsst euch finden und zusammenhalten. Lernt Menschen kennen, die denken wie ihr, redet über Probleme, die euer Dorf, eure Stadt oder die Welt bewegen und vor allem lasst euch nicht mehr bewegen – bewegt selbst etwas!
Wir leben in Städten und Dörfern, in denen ein biederes, spießiges Stadtbild wichtiger ist als individuelle Selbstentfaltung, alternatives Leben und die Freiheit des Einzelnen. Wir leben in einem Land und in einer Gesellschaft, in denen die Interessen des globalisierten Kapitalismus auf unser aller Leben- und Arbeitswelten machtvoll einwirken und mehr zählen als Menschenleben in dem Hilfesuchende nicht-deutsche Menschen in inhumane Heime gesperrt werden, um dann letztendlich in Krisengebiete abgeschoben zu werden. Wir leben also in einem von Menschen konstruierten System, welches Nationen, also Grenzen hervorbringt, und welches sich des millionenfachen Mordes schuldig gemacht hat und noch immer macht und welches Nazis Nährboden für ihre Ideologien und ihr Handeln gibt.
Nur wer sich dessen bewusst ist, kann ihre/seine Zukunft selbstbestimmt gestalten. Denn: „Wer seine Lage erkannt hat, wie soll der aufzuhalten sein?“ (Bertolt Brecht)
Was also jedeR tun kann:
* Du hast Infos über dir bekannte Nazis/rechte Gruppen? Schreib uns!
* Du möchtest antifaschistisches Infomaterial an deiner Schule/Arbeitsplatz/Umgebung verteilen? Schreib uns oder triff dich mal mit uns!
* Du (und deine FreundInnen) möchtest (möchten) mitwirken, Teil der Bewegung werden? Meldet euch bei uns und wir treffen uns mal!
* Ihr seid eine feste Gruppe, die sich gegen Nazis und rassistische Tendenzen in Staat und Gesellschaft organisieren möchte und ihr braucht beim Aufbau einer eigenen Struktur Hilfe? Meldet euch bei uns! Wir helfen mit Rat und Tat!
* Du möchtest Infos über antifaschistische Demonstrationen und Aktivitäten in deiner Umgebung? Melde dich bei uns!
* Du bist ZeugIn eines rechtsextremen Übergriffs geworden? Melde dich bei uns und hilf mit, die Übergriffe zu chronologisieren!“

Der Text stammt von der Jugendantifa Harz( www.j-a-h.tk)
Aber nicht nur im Harz,sondern fast nahezu überall sind faschistische Strukturen ein immer größer werdenes Problem.Deshalb kann mensch diesen Text auch auf andere Regionen übertragen!